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Persönliche Seite von

Prof. Dr. Ulrike Freywald

Büro: Cam­pus Nord, Emil-Figge-Straße 50, Etage 3, 3.115
Telefon: +49 231 755-5016
Sprechzeit: ab dem 13.10.: Mittwoch 10.30-12.00 Uhr, An­mel­dung (mit Passwort)

--> Sekretariat

For­schungs­schwer­punkte

  • Syntax und Morphologie des Gegenwartsdeutschen (ins­be­son­de­re Satzverknüpfung, linke Peripherie, Informationsstruktur, Reduplikation)
  • Sprachvariation und Sprach­wan­del
  • Dialekte und Gesprochene Spra­che (Berlinisch, Ruhrdeutsch, Kiezdeutsch u.a.)
  • Urbane Mehr­spra­chig­keit und Sprachkontakt
  • Grammatikvermittlung in der Schule

Lehre im Win­ter­se­mes­ter 2021/22

Das Seminar führt in die Teilbereiche und Forschungsgegenstände der Sprachwissenschaft ein und gibt einen Überblick über Grammatik und Lexik des Deut­schen. Dabei wer­den die behandelten sprachsystematischen Phänomene aus den Teilgebieten Phonetik/Phonologie, Morphologie, Syntax Semantik, Pragmatik und Graphematik stets in Bezug auf Spracherwerb, Sprach­wan­del und Sprachvariation betrachtet. In Übungen wer­den die vermittelten Analysetechniken angewendet und vertieft.

Parallel zum Seminar ist die Vorlesung "Einführung in die Sprachwissenschaft" zu belegen.

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Die Vorlesung behandelt strukturbildende Prozesse im Deut­schen und seinen Varietäten und führt in theoretische grammatische Konzepte und Grammatikmodelle ein. Besprochen wer­den Phänomene aus den Be­rei­chen Phonologie, Morphologie und Syntax, u.a. Silbenstruktur, Flexion, Wortbildung, Struk­tur von Phrasen und Sätzen, Passiv, Wortstellung und Satzverknüpfung. Ein be­son­de­res Au­gen­merk wird zudem auf den Schnittstellen der Wort- und Satzsyntax zu Pragmatik, Diskursstruktur und Graphematik liegen.

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Die Einheit "Satz" gilt als zentral sowohl für die wis­sen­schaft­liche syntaktische Analyse als auch für die Unterrichtsgegenstände Grammatik und Textproduktion in der Schule. In diesem Seminar wer­den wir uns kritisch mit dem Kon­zept des Satzes auseinandersetzen. Wir wer­den aus einer funktionalen Perspektive heraus die interne Struk­tur von Sätzen un­ter­su­chen, Satztypen und Satzarten diskutieren und – über die Satzgrenze hinausgehend – die Verknüpfung von Sätzen zu münd­lichen und schriftlichen Texten be­trach­ten. Im Mit­tel­punkt steht dabei die Fra­ge, wie das The­ma Satzstruktur didaktisch aufbereitet und zur Ver­mitt­lung von Grammatik- und Textwissen genutzt wer­den kann.

An­mel­dung inLSF

Das Seminar ver­bin­det grammatische und soziolinguistische Per­spek­tiven auf komplexe Wortstrukturen. Im Deut­schen dienen Wortbildungsmittel oftmals nicht nur dazu, Wortart und Be­deu­tung eines Wortes zu verändern, sondern sie kön­nen zugleich auch pragmatische und soziale Be­deu­tung trans­por­tie­ren. So kann die Diminution genutzt wer­den, um et­was über die Beziehung zwischen Sprecher:in und Adressat:in auszusagen (z.B. Grüße wie Tachchen! und Hallöchen! oder Phrasen wie ein Bierchen trinken). Die Morpheme -erei und -ling kön­nen eine abwertende Haltung zum Ausdruck bringen (z.B. Herumreiserei, Schreiberling). Mit Suffigierungen wie in Leser:innen oder Leser*innen wer­den zum Teil neue Wege beschritten, um genderneutrale bzw. nicht-diskriminierende Personenbezeichnungen zu schaf­fen. – Inwiefern Wortstrukturen soziale Bezüge und gesellschaftliche Gegebenheiten widerspiegeln, wer­den wir in diesem Seminar an aus­ge­wähl­ten Beispielen eingehender un­ter­su­chen. Hierbei wer­den wir uns möglichst eng am aktuellen Sprachgebrauch orien­tieren und empirische Me­tho­den kennenlernen und anwenden.

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Dieses Kolloquium dient zum Aus­tausch über geplante Ab­schluss­ar­bei­ten und sonstige For­schungs­vor­ha­ben zu den The­men Sprachgebrauch und Sprachstruktur sowie Spracherwerb und Sprachverarbeitung.

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Publikationen

  • Finkbeiner, Rita & Ulrike Freywald (Hg.). 2018. Exact Repetition in Grammar and Discourse. Berlin, Boston: De Gruyter Mouton (Trends in Linguistics. Studies and Monographs 323).
     
  • Mitherausgeberin der Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Sprachwissenschaft. Berlin, Boston: De Gruyter. Open Access (ge­mein­sam mit Alexander Lasch, Christa Dürscheid, Michael Elmentaler, Constanze Spieß und Jürgen Spitzmüller)

Im Druck

  • Cirkel, Philipp & Ulrike Freywald. Im Druck. In Stadt und Stadt: Berlin und Ruhr­gebiet im Vergleich. Erscheint in Elisabeth Scherr & Arne Ziegler (Hg.), In Stadt und Land - Per­spek­tiven variations- und soziolinguistischer For­schung. (Linguistik on­line, Themenheft). 

2021

2020

  • Freywald, Ulrike. 2020. Nach dem Öffnen rasch verbrauchen! Objektauslassung in direktiven Infinitiven - ein Fall von Topikdrop. In Robert Külpmann, Laura Neuhaus & Vilma Symanczyk Joppe (Hg.), Variation in der Argumentstruktur des Deut­schen. Hamburg: Buske (Linguistische Be­rich­te, Sonderheft 28). 147-177.
     
  • Freywald, Ulrike & Damaris Nübling. 2020. Die Drakedie Bergmann und die Karl Marx: Straßennamen ohne Kopf oder: Zum Proprialisierungsschub urbaner Toponyme in Berlin. In Luise Kempf, Damaris Nübling & Mirjam Schmuck (Hg.), Linguistik der Eigennamen. Berlin, Boston: De Gruyter (Linguistik - Impulse und Tendenzen 88). 289-309.
     
  • Freywald, Ulrike. 2020. Notes on the left periphery of V2 complement clauses in German: Complementiser drop and complementiser doubling. In Horst Lohnstein & Antonios Tsiknakis (Hg.), Verb Second – Grammar Internal and Grammar External Interfaces. Berlin, Boston: De Gruyter Mouton (Interface Explorations 34). 123-146.

2019

2018

  • Freywald, Ulrike & Rita Finkbeiner. 2018. Exact repetition or total reduplication? Exploring their boundaries in discourse and grammar. In Rita Finkbeiner & Ulrike Freywald (Hg.), Exact Repetition in Grammar and Discourse. Berlin, Boston: De Gruyter Mouton. 3-28.

2017

  • Freywald, Ulrike. 2017. Syntaktische Besonderheiten des Berlinischen. In Meike Glawe, Line-Marie Hohenstein, Stephanie Sauermilch, Kathrin Weber & Heike Wermer (Hg.), Aktuelle Tendenzen in der Variationslinguistik. Hildesheim: Olms. 177-207. [pdf]
     
  • Wiese, Heike & Ulrike Freywald. 2017. "Könn’Se berlinern?" – Dialektgrammatik im Deutschunterricht. In Elisabeth Berner (Hg.), Region – Spra­che – Literatur. Unterrichtsanregungen und Ma­te­ri­alien für den Deutschunterricht in der Primar- und Se­kun­dar­stu­fe. Pots­dam: Universitätsverlag Pots­dam. 127-147. [Online-Publikation]

2016

  • Freywald, Ulrike. 2016a. Clause integration and verb position in German. Drawing the boundary between subordinating clause linkers and their paratactic homonyms. In Ingo Reich & Augustin Speyer (Hg.), Co- and Subordination in German and other Languages. Hamburg: Buske (Linguistische Be­rich­te, Sonderheft 21). 181-220. [pdf]
     
  • Freywald, Ulrike. 2016b. "V2-Nebensätze" – ein eigener Satztyp? In Rita Finkbeiner & Jörg Meibauer (Hg.), Satztypen und Konstruktionen. Berlin, Boston: De Gruyter. 326-372. [pdf]

2015

  • Freywald, Ulrike. 2015. Total reduplication as a productive process in German. Studies in Language 39. 905-945 (Special issue, ed. Daniela Rossi). [pdf]
     
  • Freywald, Ulrike, Leonie Cornips, Natalia Ganuza, Ingvild Nistov & Toril Opsahl. 2015. Beyond verb second – a matter of novel in­for­mation structural ef­fects? Evidence from Norwegian, Swedish, German and Dutch. In Jacomine Nortier & Bente A. Svendsen (Hg.), Language, Youth and Identity in the 21st Century. Linguistic Practices across Urban Spaces. Cambridge: Cambridge Uni­ver­sity Press. 73-92.
    [Vorversion 2013: Working Papers in Urban Language and Literacies 119 (King’s College London, Centre for Language, Discourse & Com­mu­ni­ca­tion), Online-Publikation] [pdf]

2013

  • Freywald, Ulrike. 2013a. Uneingeleiteter V1- und V2-Satz. In Jörg Meibauer, Markus Steinbach & Hans Altmann (Hg.), Satztypen des Deut­schen. Berlin, Boston: De Gruyter. 317-337. [pdf]
     
  • Freywald, Ulrike. 2013b. Subjunktionen als parataktische Konnektoren. Hypothesen zur Herausbildung der heutigen Konjunktionspaare. In Franciszek Grucza (Hg.), Akten des XII. In­ter­natio­nalen Germanistenkongresses der IVG Warschau 2010. Vielheit und Einheit der Germanistik weltweit. Frankfurt am Main: Lang (Publikationen der In­ter­natio­nalen Vereinigung für Germanistik, Band 17). 65-70. [pdf]

2012

  • Wiese, Heike, Ulrike Freywald, Sören Schalowski & Katharina Mayr. 2012. Das KiezDeutsch-Korpus. Spontansprachliche Daten Jugendlicher aus urbanen Wohngebieten. Deutsche Spra­che 40. 97-123. [Abstract] [pdf]

2011

  • Freywald, Ulrike, Katharina Mayr, Tiner Özçelik & Heike Wiese. 2011. Kiezdeutsch as a multiethnolect. In Friederike Kern & Margret Selting (Hg.), Ethnic Styles of Speaking in European Metropolitan Areas. Amsterdam, Philadelphia: Benjamins. 45-73.

2010

  • Freywald, Ulrike. 2010. Obwohl vielleicht war es ganz anders. Vor­über­le­gung­en zum Alter der Verbzweitstellung nach subordinierenden Konjunktionen. In Arne Ziegler (Hg.), Historische Textgrammatik und Historische Syntax des Deut­schen. Berlin, New York: De Gruyter. 55-84. [pdf]
     
  • Freywald, Ulrike, Katharina Mayr, Sören Schalowski & Heike Wiese. 2010. Linguistic Fieldnotes II: Information structure in different variants of written German. Schriftliche Textproduktion – Kiezdeutsch, Berlinisch und DaF (L1 Türkisch). Pots­dam: Universitätsverlag Pots­dam (Interdisciplinary Studies on Information Structure 14). [Online-Publikation]

2009

  • Freywald, Ulrike. 2009. Kontexte für nicht-kanonische Verbzweitstellung: V2 nach dass und Verwandtes. In Veronika Ehrich, Christian Fortmann, Ingo Reich & Marga Reis (Hg.), Koordination und Subordination im Deut­schen. Hamburg: Buske (Linguistische Be­rich­te, Sonderheft 16). 113-134.
     
  • Wiese, Heike, Ulrike Freywald & Katharina Mayr. 2009. Kiezdeutsch as a Test Case for the Interaction between Grammar and Information Structure. Pots­dam: Universitätsverlag Pots­dam (Interdisciplinary Studies on Information Structure 12). [Online-Publikation]
     
  • Paul, Kerstin, Ulrike Freywald & Eva Wittenberg. 2009. "Kiezdeutsch goes school". A multiethnic variety of German from an educational perspective. Journal of Linguistic and Intercultural Education 2. 91-113.

2008

  • Freywald, Ulrike. 2008. Zur Syntax und Funktion von dass-Sätzen mit Verbzweitstellung. Deutsche Spra­che 36. 246-285. [Abstract] [pdf]

2007

  • Freywald, Ulrike & Horst J. Simon. 2007. Wenn die Wortbildung die Syntax stört: Über Verben, die nicht in V2 stehen kön­nen. In Maurice Kauffer & René Métrich (Hg.), Verbale Wortbildung im Span­nungs­feld zwischen Wortsemantik, Syntax und Rechtschreibung. Tübingen: Stauffenburg. 181-194 [2. Auflage 2011]. [pdf]

Zur Person

2019 bis heute

  • TU Dort­mund, Fa­kul­tät Kul­tur­wis­sen­schaf­ten
    Pro­fes­sur Linguistik des Deut­schen: Grammatik und Fachdidaktik

WS 2015/16

  • Humboldt-Uni­ver­si­tät zu Berlin, Institut für deutsche Spra­che und Linguistik
    Vertretung der Pro­fes­sur "Sprachwissenschaft des Deut­schen – Syntax"

2014

  • Pro­mo­ti­on im Fach Germanistische Linguistik an der Humboldt-Uni­ver­si­tät zu Berlin

2007-2019

  • Uni­ver­si­tät Pots­dam, Institut für Germanistik 
    Wissen­schaft­liche Mit­ar­bei­te­rin am Lehrstuhl für Deutsche Spra­che der Gegenwart (Heike Wiese), 
    von 2008 bis 2011 im Projekt B6 "Kiezdeutsch" am SFB 632 "Informationsstruktur" (Uni­ver­si­tät Pots­dam, HU Berlin und FU Berlin)

2006-2007

  • NaFöG-Pro­mo­tions­sti­pen­di­um des Lan­des Berlin

1997-2005

  • Stu­di­um an der Humboldt-Uni­ver­si­tät zu Berlin, der Freien Uni­ver­si­tät Berlin und der Uni­ver­si­tät Wien (Fächer: Germanistische Linguistik, Historische Linguistik, Publizistik- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft)

1994-1997

  • Musikstudium an der Hoch­schu­le für Musik "Franz Liszt", Weimar (Künstlerisches Fach: Kontrabass)
  • Deutsche Gesell­schaft für Sprachwissenschaft (DGfS)
  • Deutscher Germanistenverband
  • Internationale Gesell­schaft für Dialektologie des Deut­schen (IGDD)
  • Verein für niederdeutsche Sprachforschung (VndS)
  • Philological Society (PhilSoc)
  • Internationale Vereinigung für Germanistik (IVG)
  • Netz­werkSpra­che, Variation und Mi­gra­tion
  • Multilingual Manchester: Multilingual Cities Movement

Kalender

Zur Veranstaltungsübersicht

Anfahrt & Lageplan

Der Cam­pus der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Cam­pus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Cam­pus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.

Direkt auf dem Cam­pus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 15- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duis­burg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, au­ßer­dem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Cam­pus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Cam­pus Nord und Cam­pus Süd. Diese Stre­cke legt sie in zwei Minuten zu­rück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Interaktive Karte

Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund verteilen sich auf den größeren Cam­pus Nord und den kleineren Cam­pus Süd. Zu­dem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark.

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