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Kolloquium Grammatik

Das Kolloquium wird vom Arbeitsbereich Linguistik des Deutschen: Grammatik und Fachdidaktik organisiert. Es bietet in jedem Semester Gelegenheit zum Austausch über aktuelle Forschung zu grammatischen Themen.
 

Vorträge im Wintersemester 2022/23

Veranstaltungsort: Campus Nord, Gebäude Emil-Figge-Straße 50, Raum 3.112 

Die Vorträge finden hybrid statt, eine Teilnahme per Zoom ist möglich. Wir schicken Ihnen gern den Link zu (bitte melden Sie sich dafür bei Ulrike Freywald). 

Alle Interessierten sind sehr herzlich eingeladen!

Dienstag, 25.10.2022, 16.15 Uhr 
Julia Renkwitz (Freie Universität Berlin)
Kongruierende Nebensatzeinleitungen im Kontinentalwestgermanischen 

Dienstag, 29.11.2022, 16.15 Uhr 
Merle Weicker (Goethe-Universität Frankfurt am Main)
Inhalte des Deutschunterrichts aus Perspektive der Spracherwerbsforschung und Linguistik

Dienstag, 13.12.2022, 16.00 Uhr (s.t.!)
Jessica Heintges (TU Dortmund)
Slam Poetry – performte Texte und das Spiel mit Wirklichkeit und Fiktion  

Dienstag, 24.01.2023, 16.15 Uhr 
Andreas Klein (Johannes Gutenberg-Universität Mainz)
Der rheinische Akkusativ – Zur Diachronie eines dialektalen Kasussystems

Abstract des Vortrags von Andreas Klein:
Unter dem Rheinischen Akkusativ ist ein im Rheinland (Moselfränkisch, Ripuarisch, Niederfränkisch) verbreitetes Kasussystem zu verstehen, in dem die Nominativ-Akkusativ-Distinktion der dritten Person aufgehoben ist. Im Unterschied zum Standarddeutschen ist davon auch das Maskulinum betroffen, z.B.: 

Esen Esel fresst net me, hen as krank.
(‘Unser [wörtl. unseren] Esel frisst nicht mehr, er [wörtl. ihn] ist krank’)

Interessanterweise hat sich dabei häufig (und gebietsweise ausschließlich) die historische Akkusativform durchgesetzt. Ihre Ausbreitung, die auch gegenwartssprachlich noch voranschreitet, ist gesteuert von einem Geflecht aus phonologischen, morphologischen, semantischen und syntaktischen Faktoren, die neue Perspektiven auf die sog. Belebtheitshierarchie eröffnen. Der Vortrag wird einen Einblick in die Entwicklungen seit dem späten 19. Jh. geben. Dazu wird das Material älterer Sprachatlanten neu ausgewertet und um eine eigene Erhebung ergänzt, für die die gealterten Gewährspersonen des Mittelrheinisches Atlasses (MRhSA, 1983–1989) reaktiviert wurden. 

Kalender

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 15- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Interaktive Karte

Die Einrichtungen der Technischen Universität Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark.

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