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Fakultät Kulturwissenschaften

Olé Olé Olé | Fußball-Professor Andy Markovits begleitet die EM an der TU

17. – 27. Juni 2024 Veranstaltungsort: Internationales Begegnungszentrum (IBZ) & anderswo
Veran­stal­tungs­art:
  • Veranstaltungen
  • Kolloqium
  • Seminare
  • Tagungen
  • Workshops
© LB

Eine Einladung an Fußballfans innerhalb und außerhalb der Universität: Andrei S. Markovits spricht mit Experten und Fans, hält Workshops und stimmt zu Fangesänge beim gemeinsamen 'Rudelgucken'.

Wer ist Andy? Andrei S. Markovits, der von allen nur ”ANDY” genannt wird (das "S." steht für Steven), hat eine sehr bunte Biografie. Geboren im rumänischen Timișoara machte er sein Abitur in Wien und zog dann in die Vereinigten Staaten, wo er an der Columbia University promovierte und, nach Harvard und Santa Cruz, an der University of Michigan landete.

Als umtriebiger Soziologe, Politik­- und Kulturwissenschaftler sieht er die Welt aus sehr unterschiedlichen Perspektiven: Er hat Bücher geschrieben, z.B. über Gewerkschaften oder Die Grünen, über die Wirtschaft und Politik der Bundesrepublik und über ein Deutschland nach der Wende, aber auch Bücher über den Anti-Amerikanismus oder Hunderettung. 

Sein Herz jedoch schlägt für den Fußball. In seinen Adern fließt geballtes historisches Wissen über die Geschichte des Fußballs von beiden Seiten des Atlantiks. Er atmet alles ein, was mit Sport und Politik und, ganz aktuell, vor allem mit Frauenfußball zu tun hat.

Warum er "Der Fußballprofessor" ist? Schon zum "Sommermärchen" der WM auf deutschem Boden 2006 war Andy Markovits von der University of Michigan zu Gast in Dortmund. Andy begeisterte sein Publikum in diversen Vorträgen, mit Workshops und Seminare und schuf sich seine eigene Fan-Gemeinde hinter den Türen von Dortmunder Kneipen, in denen er am Ende auch noch Spiele kommentierte.

Für die Neuauflage der UEFA-Fußballmeisterschaft 2024, zu der Andy von TU-Rektor Manfred Bayer höchstpersönlich nach Dortmund berufen wurde, lädt er Fußballbegeisterte innerhalb und außerhalb der Universität zu seinem "Euro-Fußballseminar" ins Internationale Begegnungszentrum (IBZ) der TU Dortmund.

Was ist ein Fußballseminar? Das Programm des Fußballseminars bietet Themen aus den vielen Kontexten des Fußballs an – von der Entwicklung des Spiels, über die neue Rolle der Fans, bis hin zum Aufstieg des Frauenfußballs. Gemeinsames "Rudelgucken", Zusatzveranstaltungen wie die im Fußballmuseum sowie "Sprechstunden" beim Fußballprofessor machen das zehntägige Programm, vom 17. - 27. Juni 2024 zu einem wahrhaft sportlichen Ereignis.

Teilnehmer:innen, die das gesamte Seminar besuchen, erhalten zum Abschluss ein Zertifikat!

Und wann geht's los? Hier das Programm...

MONTAG, 17.06. I IBZ, 12:15 - 13:45 Uhr | ZUR EINFÜHRUNG: DAS GERÜST DES MODERNEN SPORTS // Die sozialen und kulturellen Grundlagen des modernen Sports aus der Sicht eines transatlantischen Soziologen und Kulturwissenschaftlers.

DIENTAG, 18.06. I 182, 12:15 - 13:45 Uhr | FUßBALL UND SEINE COUSINS: AMERICAN FOOTBALL, RUGBY UNION, RUGBY LEAGUE, AUSTRALIAN RULES FOOTBALL, GAELIC FOOTBALL // Der Fußball, wie wir ihn heute kennen, hat sich im 19. Jahrhundert in England entwickelt- und das keineswegs geradlinig. Kennt man die gesamte Fußballfamilie, versteht man auch das Spiel besser, das sich heute weltweit durchgesetzt hat.

DONNERSTAG, 20.06. I IBZ, 12:30 - 14 Uhr | FANDOM: ZWISCHEN LEICHTEM INTERESSE UND FANATISCHER OBSESSION

Ohne Fans gibt es keinen Sport – aber was bedeutet es, ein Fan zu sein? Wie, und vor allem von wem, wird Sport gelebt-und konsumiert? Und gäbe es ohne Rivalitäten auch keine Fans? 

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MONTAG, 24.06. | IBZ, 12:15 - 13:45 Uhr | GEFÄHRLICHE KLISCHEES: INSZENIERUNG JÜDISCHER IDENTITÄTEN UND DER ANTISEMITISMUS IM EUROPÄISCHEN FUßBALL 

GAST: DR. PAVEL BRUNSSEN, UNI HEIDELBERG

Vorurteile und Ressentiments begleiten jeden Sport. Aber keines ist in Europa ein so hartnäckiger Teil des Sports, und insbesondere des Fußballs, wie der Antisemitismus.

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DIENSTAG, 25.06. | IBZ, 12:15 - 13:45 Uhr | DABEISEIN IST ALLES: SPORT ALS DEMOKRATISIERENDE MACHT

GAST: SPORTJOURNALIST MARTIN KRAUß

Von Anfang an war der Sport Betätigung einer priviligierten Gruppe – vor allem wohlhabender, weißer, heterosexueller Männer. Aber fast genauso lang bot er Außenstehenden – Arbeitern, Frauen oder Schwulen – die Möglichkeit, in diese Welt einzudringen und sie als Chance zu nutzen.

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DONNERSTAG, 27.06. | IBZ, 12:15 - 13:45 UHR | FRAUENFUßBALL: VON EINER NEBENSACHE ZUR ANTRIEBSKRAFT GESELLSCHAFTLICHER INKLUSION

Wer hätte gedacht, dass es so schnell geht? In der letzten Dekade hat der Frauenfußball einen exponentiellen Aufstieg erlebt, der sowohl unerwartet als auch erklärungsbedürftig ist.

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UND DANN NOCH...Zusatzveranstaltungen

MITTWOCH, 19.06., 18:00 UHR | RUDELGUCKEN IM AMERIKANISTIK-FOYER (EF 50) // BITTE MIT ANMELDUNG BEI WALTER.GRUENZWEITU-DORTMUNDDE

Rudelgucken mit Fußballprofessor Markovits: Der Klassiker Deutschland gegen Ungarn

Mit Kommentaren und Diskussion vor dem Spiel, in der Pause und danach!

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MITTWOCH, 26.06., 18:00 UHR | AMERIKANISTIK-FOYER (EF 50) // BITTE MIT ANMELDUNG BEI WALTER.GRUENZWEITU-DORTMUNDDE

Fußball und Kulturwissenschaften

Eine Diskussionsrunde mit Forscher/innen, Dozent/innen und Studierenden über Fußball als kulturelles Phänomen

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DONNERSTAG, 27.06., 18:00 UHR | DEUTSCHES FUßBALLMUSEUM (GGÜ. HBF)

Vom Wunder von Bern bis zu den Fußballweltmeisterinnen 2003: Schlüsselmomente im europäischen Fußball im Leben von Fußballprofessor Andy Markovits

Im Rahmen des Fußballkulturfestivals zur EURO 2024 im Stadium der Träume (ohne Anmeldung).